Handelsklasse
Klasse Extra bei Zitrusfrüchten, wofür der Aufpreis steht
Die Klasse Extra wird über die Abwesenheit von Mängeln definiert und nicht über eine Liste zulässiger Mängel; nur sehr leichte oberflächliche Veränderungen überstehen sie. Sie ist zugleich die einzige Klasse, der die Norm nach dem Versand keinen leichten Rückgang zugesteht, und die einzige, die eine einheitliche Färbung im Packstück verlangt.
Die Zahlen
| Definition | Höchste Qualität, typisch für die Sorte, frei von Mängeln außer sehr leichten oberflächlichen Veränderungen |
|---|---|
| Die Bedingung dazu | Sofern sie das allgemeine Aussehen, die Qualität, die Haltbarkeit und die Aufmachung im Packstück nicht beeinträchtigen |
| Gütetoleranz | 5 % nach Anzahl oder Gewicht dürfen die Klasse Extra verfehlen und noch der Klasse I entsprechen |
| Die Toleranz darin | Von diesen 5 % dürfen insgesamt höchstens 0,5 % nur der Klasse II entsprechen |
| Größentoleranz | 10 %, dieselbe Zahl wie in Klasse I und Klasse II |
| Aufmachung | Eine einheitliche Färbung wird für die Klasse Extra verlangt und für keine andere Klasse |
| Nach dem Versand | Der leichte Rückgang, den die Norm auf späteren Vermarktungsstufen zulässt, gilt für die Klassen außer Extra |
Was das an einer Bestellung ändert
Sie zahlen einen Aufpreis für die Klassenangabe auf dem Etikett
Der Aufpreis kauft eine engere Definition, eine engere Toleranz und ein Packstück, das durchgehend eine Farbe zeigen muss. Er kauft keine Zusage, dass jede Frucht der Partie fehlerfrei wäre, denn die Toleranz steht weiter da.
Sie prüfen an der eigenen Rampe und nicht am Ursprung
Hier trennt sich die Klasse Extra vom Rest. Für die anderen Klassen erwartet die Norm bei Ankunft einer Ladung einen leichten Rückgang; für Extra sagt sie nichts dergleichen, und dieses Schweigen arbeitet für Sie.
Sie schreiben die Bestellzeile
Eine Klasse allein ist eine halbe Spezifikation. Die Klasse regelt Veränderungen und Form und sagt zum Durchmesser nichts, also muss ein Größencode daneben stehen, sonst bleibt die Bestellung an einem Ende offen.
Was diese Notiz nicht entscheidet
- Eine Toleranz wird über eine Partie gemessen und nicht über ein Packstück. Ein schlechtes Packstück beweist für sich genommen nichts, auch wenn die Norm verlangt, dass der sichtbare Teil eines Packstücks den Inhalt repräsentiert.
- Auf dieser Seite legen wir uns auf keine Klasse fest. Welche Klasse eine bestimmte Woche tatsächlich füllen kann, ist eine Frage an den Erzeuger und an die Frucht am Baum.
- Die Klasse Extra ist eine handelsübliche Güteklasse. Sie trägt keine lebensmittelrechtliche Bedeutung und keine Zertifizierung, und wir halten keinerlei Zertifizierung.
Quelle: Delegierte Verordnung (EU) 2023/2429 der Kommission, Anhang I Teil B Teil 2 (spezielle Vermarktungsnorm für Zitrusfrüchte), UNECE Standard FFV-14 concerning the marketing and commercial quality control of citrus fruit
Eine Klasse, die sich über das Fehlende definiert
Jede andere Klasse ist als Liste geschrieben. Die Klasse I benennt die leichten Fehler, die sie zulässt, die Klasse II weitet sie aus, und eine Partie zeigt etwas von dieser Liste oder eben nicht. Die Klasse Extra steht andersherum da: Die Früchte müssen frei von Fehlern sein, und dann bleibt eine einzige schmale Tür für sehr leichte oberflächliche Fehler offen. Es gibt keinen Katalog, gegen den sich ein Makel prüfen lässt, was strenger klingt und strenger ist, aber zugleich die ganze Auseinandersetzung auf zwei Wörter verschiebt.
Diese zwei Wörter lauten „sehr leicht“. Niemand hat sie in Millimetern festgelegt, und niemand wird es tun, denn derselbe Fleck liest sich auf einer dünnen Schale anders als auf einer groben. Was die Sache in der Praxis entscheidet, ist ein vor der Saison vereinbartes Referenzmuster oder ein Prüfer, den beide Seiten akzeptieren. Wer diesen Schritt überspringt, kauft keine Klasse Extra; er kauft ein Adjektiv und hofft, dass der Packbetrieb es genauso liest wie er selbst.
Einheitliche Färbung wird verlangt, einheitliche Größe nicht
Dieses Paar bringt viele aus dem Tritt. Für die Klasse Extra, und für keine andere, verlangt die Norm eine einheitliche Färbung innerhalb des Packstücks. Im selben Atemzug hält sie fest, dass eine einheitliche Größe nicht verlangt wird, und das gilt für die Klasse Extra genau wie für den Rest. Ein Packstück kann also tadellose Klasse Extra sein und trotzdem Früchte enthalten, die von einer Reihe zur nächsten sichtbar im Durchmesser abfallen.
Für den Packbetrieb ist das eine Sortierentscheidung an der Linie und keine Eigenschaft des Baums. Die Färbung hält man einheitlich, indem die Ernte eines Tages in Chargen getrennt wird; das kostet Durchsatz, und der Aufpreis bezahlt zum Teil eben diesen Durchsatz. Die Größe ist der andere Hebel, und sie zieht sich nur an, wenn die Bestellung es verlangt: entweder über die Angabe eines Größencodes oder über eine Grenze dafür, wie weit die Durchmesser innerhalb eines Packstücks auseinanderliegen dürfen.
Sprechen Sie mit dem Erzeuger
Nennen Sie uns Sorte, Größen und die gewünschte Lieferwoche. Sie erhalten einen Preis frei Haus und das, was wir schriftlich zusagen können, von der Person, die die Ware erntet.
Anfragen bearbeitet der Erzeuger selbst. Die Antwortzeiten sind noch zu bestätigen. Wir antworten auf Englisch oder Spanisch.